Wolfgang Endress

gräfix Kalke

 

Kalk – Baustein des Lebens.

Seit Menschheitsgedenken spielt Kalk die unterschiedlichsten Rollen und ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Dass bereits vor mindestens 14.000 Jahren Kalkstein gebrannt, mit gelöschtem Kalk getüncht und Mörtel hergestellt wurde, beweisen Funde in der Osttürkei. Im Altertum war Kalk in viele Bereiche des Lebens in allen Teilen der damaligen Welt eingedrungen, z.B. als Hilfsstoff in Gerbereien, Färbereien, für die Kosmetik-, Glas- und Keramikherstellung, als Farbstoff, Düngemittel und sogar Heilmittel. Die Ägypter errichteten aus 2 Millionen gewaltigen Kalksteinblöcken unter Benutzung von Kalkmörtel das 137 m hohe Weltwunder, die Cheopspyramide. In Mesopotamien entstanden 1700 v. Chr. die ersten „professionellen“ Kalköfen. Die systematische Nutzung als Baustoff wurde aber erst von den römischen Baumeistern eingeführt, die mit ihrer Brenntechnik fast industrielles Niveau erreichten. Heute reicht der Einsatz von Kalk in der Bauwirtschaft vom Straßenbau bis zum Grundstoff für die Kalkssandstein-, Porenbeton- und Mörtelproduktion.

Das Jura-Abbaugebiet von gräfix ist vor 130 bis 190 Millionen Jahren aus den Schalen und Skeletten im Meer lebender Organismen entstanden. Kalkschlamm bildete sich auf dem Grund des Meeres, Korallenstöcke wuchsen, wurden überlagert und verfestigten sich. Durch die Auflast jungerer Sedimente, die Kompaktion wurde der Untergrund immer fester und bildete sich im Laufe von Jahrmillionen zu festem Jurakalkgestein aus.

Kalk – ein wichtiges Element in unserem Leben, ob das die industrielle Produktion, medizinische Produkte, Landwirtschaft, die Trinkwasseraufbereitung oder den Umweltschutz betrifft – sichert unser und das Leben zukünftiger Generationen.

 

Kalke für Bau, Industrie und Umwelt

 

Rund ein Drittel der gesamten Branntkalkproduktion in Deutschland wird in die Eisen- und Stahlproduktion geliefert, wo hochwertige Kalkprodukte in der Produktion von Eisenerz, Roheisen und Rohstahl eingesetzt werden und diese von unerwünschten Nebenbestandteilen reinigen. Außerdem wird Kalk in der Gewinnung von Eisen und Stahl, Gold, Silber, Kupfer und Uran bis hin zur Herstellung chemischer Produkte eingesetzt.
Der älteste Kunde der Kalkindustrie aber ist das Baugewerbe.

Systematisch wurde Kalk bereits von den Römern genutzt, die bei der Brenntechnik einen fast industriellen Standard erreichten. Heute findet Kalk als Kalksandstein oder Porenbeton Anwendung im Mauerbau und hält im kalkhaltigen Mörtel die Steine zusammen. Als Gesteinskörnung wird er verschiedenen Baustoffen zugegeben und verbessert als Zusatzstoff im Beton dessen Eigenschaften. Seine baubiologischen Eigenschaften sind thematisch gesondert behandelt. Neu bei Kalk ist der Einsatz von Kalkhydrat im Asphalt. Nach amerikanischen Untersuchungen wird das Haftvermögen (Adhäsion) zwischen den Mineralstoffen und den Bindemitteln ebenso wie das Alterungsvermögen (Versprödung) des bituminösen Mörtels durch Zugabe von Kalkhydrat im Asphalt verbessert. Kalkhydrat im Asphalt führt zu mehr Stabilität, weniger Spurrillen, kurz: zu dauerhaften Straßen.

In der Umwelt spielt Kalk in der Abgas- und Abwasserreinigung, der Bindung sauerer Gase, CO2 und Entsäuerung, sprich der Anhebung des ph-Wertes, der Waldböden und damit die Verbesserung und Nährstoffanreicherung eine ganz entscheidende Rolle.

 

 

Beispiele:  gräfix 21 - Weißfeinkalk CL 90 Q (gemahlen, ungelöscht)

                  gräfix 22 - Weißkalkhydrat CL 90 S (gelöschter Weißfeinkalk)

 

Kalke in der Forst-, Teich-, und Landwirtschaft

 

Menschliche und tierische Organismen benötigen das Element Calcium als wesentlichen Bestandteil zum Beispiel des Knochengerüstes. Einseitige kalkarme Ernährung kann zu Knochenerweichung und -brüchigkeit führen. In der Landwirtschaft setzt man als Futterkalke gemahlene, kohlensaure (also ungebrannte) Kalke ein. Wie beim Düngekalk werden vom Gesetzgeber an die Zusammensetzung besondere Güteanforderungen gestellt. Der in der Landwirtschaft übliche Kalkanstrich in den Ställen schützt vor Seuchen und Krankheiten, denn Kalk desinfiziert und hygienisiert.

Die Viren, Salmonellen, Kolibakterien und das Ungeziefer in der Gülle werden durch Kalkzugabe ebenso vernichtet. Damit kann Gülle gefahrlos auf die Felder aufgebracht werden. Auch in der Teichwirtschaft wird Kalk für vielfältige Hygienisierungsmaßnahmen eingesetzt. Seine wichtigste Bedeutung neben der Neutralisierung der Gewässer liegt in der Vernichtung der für den Fischbesatz schädlichen Parasiten und damit in einer Verbesserung des Gesundheitszustandes der Fische. Das Vorkommen des Steinbruches Endreß Gräfenberg ist im Mesozoikum in der Jurazeit vor 130 - 190 Millionen Jahren enstanden.

 

Beispiel: gräfix 25 - Branntkalk 90 gemahlen

               gräfix 25 - Kohlensaurer Düngekalk 90

               gräfix 25 - Kohlensaurer Düngekalk 90 feucht

 

 

Alle Informationen stammen von www.graefix.de